Wir zeigen dir, wie du erfolgreich eine Initiativbewerbung schreibst, und geben dir alle wichtigen Tipps und Hinweise mit auf den Weg. Damit du schnell zum Traumjob kommst, stellen wir dir zudem ein kostenloses Initiativbewerbung Muster bzw. Beispiel zur Verfügung, auf dessen Basis du dein Bewerbungsanschreiben verfassen kannst.
Auf den Traumjob zu warten, kann sich ganz schön in die Länge ziehen. Untersuchungen wie die des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen: Nur rund ein Drittel aller offenen Stellen wird öffentlich ausgeschrieben. Der Rest läuft über den sogenannten verdeckten Stellenmarkt – also über Netzwerke, Empfehlungen und genau solche Bewerbungen, die niemand angefordert hat. Du hast demzufolge keine Chance, dich auf deine Wunschstelle zu bewerben? Nicht ganz – du kannst nämlich die Möglichkeit einer Initiativbewerbung ergreifen. Ganz gleich, ob Initiativbewerbung für ein Praktikum oder für den nächsten beruflichen Schritt auf der Karriereleiter: Wir zeigen dir, was es mit einer solchen Bewerbung auf sich hat und was du insbesondere beim Bewerbungsschreiben beachten solltest.
Tipp: Du hast keine Muße für dein Bewerbungsanschreiben? Dann kannst du auch den Anbieter „Gekonnt bewerben“ zu Rate ziehen und deine Bewerbung von professionellen Ghostwritern schreiben lassen. Dabei wird jede Bewerbung von Hand erstellt und individuell auf dich angepasst.
Was ist eine Initiativbewerbung?
Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung ohne konkrete Stellenausschreibung: Du bewirbst dich aus eigenem Antrieb bei deinem Wunschunternehmen, ohne dass dort gerade eine passende Stelle inseriert ist. Man bezeichnet sie auch als Blindbewerbung.
Du beziehst dich dabei zwar auf eine reale Position, die im Unternehmen vergeben werden könnte. Dennoch weißt du nicht, ob die gewünschte Stelle gerade verfügbar ist. Genau das ist der Unterschied zur klassischen Bewerbung – und genau darin liegt deine Chance: Du erreichst Arbeitgeber, bevor andere überhaupt von einer offenen Stelle erfahren.
Einige Vor- und Nachteile einer Initiativbewerbung wollen wir dir nachfolgend vorstellen:
Vorteile einer Initiativbewerbung:
- Im Bewerbungsanschreiben kannst du mit deinen eigenen Qualifikationen überzeugen. Schließlich gibt es keine ausgeschriebene Stelle mit vorgegebenen Anforderungen. Du kannst den Fokus auf die Fähigkeiten legen, die für deine Wunschstelle am geeignetsten erscheinen.
- Kommt es zu einer Absage, hast du in Zukunft dennoch Chancen auf ein Arbeitsverhältnis in deinem Wunschunternehmen. Da deine Initiativbewerbung auf kein konkretes Stellenangebot verweist, kann sie für andere passende Stellen berücksichtigt werden.
- Der größte Vorteil ist, dass du nicht mit Hunderten Mitbewerbenden um die gleiche Stelle konkurrieren musst. Eine Initiativbewerbung kommt meist unerwartet und zeugt dadurch von Eigeninitiative und hohem Interesse am Unternehmen.
Nachteile einer Initiativbewerbung:
- Eine Initiativbewerbung zu schreiben, erfordert eine Menge Vorbereitung. Besonders der Motivationsteil im Anschreiben muss mit klaren Argumenten gestaltet werden. Wichtig sind Begründungen zu Fragen wie „Warum entscheidest du dich für dieses Unternehmen?“ oder „Wie willst du deine Qualifikationen einbringen?“
- Sind die Bewerbungsunterlagen verschickt, musst du dich auf eine unbestimmte Zeit der Ungewissheit einstellen. Aufgrund des nicht vorhandenen Inserats gibt es keine Auskunft, ob bzw. ab wann eine passende Position frei wird. Diesen Nachteil kannst du jedoch mit einem der später vorgestellten Tipps entschärfen.
Initiativbewerbung Anschreiben: Aufbau und Vorlage
Hast du deine Recherche beendet und bist nun mit reichlich Informationen zum Unternehmen ausgestattet? Dann musst du diese nur noch geschickt in das Bewerbungsschreiben einbauen – und deine Arbeit ist getan. Am besten gehen wir die Unterschiede zwischen dem Anschreiben einer Initiativbewerbung und einer klassischen Bewerbung Schritt für Schritt durch.
Weise bereits im Betreff deiner Initiativbewerbung darauf hin, worum es sich bei deiner Bewerbung handelt:
„Initiativbewerbung als … im Bereich …“
So kann die Personalabteilung besser einschätzen, zu welchem Tätigkeitsbereich du passt und ob es hierfür offene Stellen gibt. Aus unserer Erfahrung als Personaler:innen wissen wir: Bewerbungen, deren Betreff sofort einsortierbar ist, landen schneller bei der richtigen Person.
In der Einleitung kommt deine vorherige Informationssammlung zum Einsatz. Es geht in erster Linie darum, deine Motivation für den Arbeitgeber einzubringen. Du weißt nun, mit welchen Bereichen sich dein Wunschunternehmen befasst. Wie passt das mit deinen Qualifikationen zusammen? Vielleicht schreibst du gerade deine Masterarbeit zum Thema XY, das mit dem Bereich YX perfekt harmonieren würde.
Mit dem nächsten Schritt legst du deine Qualifikationen mit konkreten Stationen aus deinem Lebenslauf dar. Hierbei musst du abwägen, welche Fertigkeiten das Unternehmen derzeit suchen und gebrauchen könnte. Bring deine Projekte und Erfolge ins Spiel, die diese Qualifikationen belegen. Überlege dir dabei immer, welchen Mehrwert du für den Arbeitgeber bietest.
Wie bei einem klassischen Anschreiben solltest du neben deinen Hard Skills auch die Soft Skills erwähnen und beschreiben. Dadurch entsteht auch ein Bild von deiner persönlichen Seite. Auch der Schlussteil unterscheidet sich nicht vom typischen Anschreiben. Statt im Konjunktiv zu schreiben, solltest du in der Initiativbewerbung selbstbewusst und motiviert klingen.
Initiativbewerbung Vorlage – Beispiel für ein Anschreiben
Wie KI dir bei der Initiativbewerbung hilft
Nutze KI deshalb als Werkzeug, nicht als Ghostwriter:
- Recherche: Lass dir Geschäftsfelder, aktuelle Projekte oder Standorte deines Wunschunternehmens zusammenfassen, um Anknüpfungspunkte für deine Motivation zu finden.
- Struktur: Lass dir ein Gerüst für Einleitung, Hauptteil und Schluss vorschlagen, das du dann mit deinen eigenen Inhalten füllst.
- Feedback: Gib dein fertiges Anschreiben ein und frag gezielt nach: Ist meine Motivation klar erkennbar? Wirke ich selbstbewusst statt bittstellerisch?
- Sprache: Lass Formulierungen straffen und Rechtschreibung prüfen.
Die fachliche Einschätzung, deine echten Beispiele und deine persönliche Geschichte musst du selbst liefern. Eine gute Faustregel: KI darf dein Anschreiben verbessern, aber nicht erfinden.
3 Tipps für eine erfolgreiche Initiativbewerbung
- Überlege dir ein fiktives Stellenprofil: Es ist deutlich schwieriger, passende Qualifikationen zu finden, wenn es kein ausgeschriebenes Stellenangebot gibt. Wenn du dich jedoch bei ähnlichen Unternehmen umschaust, findest du auch ähnliche Stellenangebote. Diese kannst du nutzen, um dir dein fiktives Stellenprofil auszudenken. Dadurch gelingt es dir, eine konkrete Initiativbewerbung zu formulieren – statt einer Standardbewerbung ohne sinnvollen Inhalt.
- Bringe deine Bewerbungsbotschaften gekonnt unter: Eine Bewerbung ist im Kern nichts anderes als Werbung für dich selbst. Du willst, dass das Unternehmen dich einstellt? Dann musst du dich gut vermarkten. Überlege dir für die Initiativbewerbung ein bis zwei fachliche Kompetenzen (Hard Skills) und ein bis zwei Charaktereigenschaften (Soft Skills). Diese sollten mit dem Stellenprofil in Verbindung stehen. Deine Botschaften verwendest du außerdem auf dem Deckblatt und im Vorstellungsgespräch.
- Ein vorheriges Telefonat verrät, ob eine Initiativbewerbung sinnvoll ist: Nun der Tipp, um eine lange Ungewissheit zu vermeiden: Bevor du deine Bewerbung erstellst, solltest du bei der Personalabteilung des Unternehmens anrufen. Während des Telefonats stellst du dich kurz vor – am besten erwähnst du bereits hier deine Bewerbungsbotschaften – und erfragst, ob eine Initiativbewerbung im Bereich YX aktuell sinnvoll ist. Durch das Telefonat erfährst du außerdem den Namen deiner Ansprechperson. In deinem Anschreiben und dem E-Mail-Text bei Online-Bewerbungen beziehst du dich dann einfach auf das telefonische Gespräch.
Fazit zur Initiativbewerbung
Mit einer Initiativbewerbung ergreifst du selbst die Chance auf deinen Traumjob. Warte nicht darauf, bis eine geeignete Stelle ausgeschrieben wird – es kann gut sein, dass sie nie öffentlich auftaucht. Werde aktiv und zeig dem Unternehmen deine Eigeninitiative.
Wenn du dabei mehr Unterstützung benötigst, helfen dir unsere erfahrenen Personaler mit unserem Bewerbungscoaching gerne weiter.
Häufige Fragen zur Initiativbewerbung
Was ist der Unterschied zwischen Initiativbewerbung und Blindbewerbung?
In der Praxis meinen beide Begriffe dasselbe: eine Bewerbung ohne konkrete Stellenausschreibung. „Initiativbewerbung“ betont die Eigeninitiative und ist heute die gebräuchlichere Bezeichnung.
Wie hoch sind die Erfolgschancen einer Initiativbewerbung?
Das hängt stark von Branche, Timing und Qualität der Bewerbung ab. Eine gut vorbereitete Initiativbewerbung, die genau zum Bedarf des Unternehmens passt, hat oft bessere Chancen als eine Standardbewerbung auf eine stark umkämpfte Stelle.
Gehört eine Gehaltsvorstellung in die Initiativbewerbung?
Nur, wenn du sicher bist, dass es passt. Da keine Stelle ausgeschrieben ist, kennst du den Rahmen meist nicht. Im Zweifel lässt du die Gehaltsvorstellung weg und klärst sie im persönlichen Gespräch.
Wie verschicke ich eine Initiativbewerbung?
Am gängigsten ist heute die Bewerbung per E-Mail oder über das Online-Portal des Unternehmens. Adressiere sie an eine konkrete Person – idealerweise an die, deren Namen du beim Telefonat erfahren hast.
Bildquelle: Vielen Dank an geralt für das Bild (© geralt/www.pexels.com).
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