Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler

Von Alexander Reschke | Allgemein

Mai 30
Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler

„Wer nichts wird, wird Wirt!“ Ein Zitat, das garantiert jeder Wirtschaftswissenschaftler mindestens einmal in seiner akademischen Laufbahn gehört haben dürfte. Dass man keinerlei Neigungen braucht, um beispielsweise im BWL-Studium erfolgreich zu sein, ist wohl ebenso wenig haltbar wie die Tatsache, dass es für Alumni in der Wirtschaft keinerlei Perspektiven gibt. Das Gegenteil ist der Fall: Wir listen die besten Branchen für WiWis auf und geben Auskunft darüber, welche Fähigkeiten Bewerber mitbringen sollten, um im jeweiligen Berufszweig Fuß zu fassen.

WiWis wussten nicht, was sie studieren sollten, also wurden sie WiWis. Damit wollen sie mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Geld verdienen. Klischees über das Studenten- und Arbeitsleben von Wirtschaftswissenschaftlern – allen voran den BWLern – gibt es zu Hauf. Heute noch zutreffend sind davon sicherlich die wenigsten: Auch als Betriebswirt kommt man nur mit viel Engagement durchs Studium – Interesse an den breitgefächerten Aufgaben- und Themengebieten vorausgesetzt. Einen gutbezahlten Job, bei dem auch die restlichen Konditionen stimmen, bekommt nur, wer sich durch besondere Fähigkeiten auszuzeichnen weiß. Skills sind gefragt: Sowohl die weichen als auch die harten Faktoren. Dabei könnte das Aufgabengebiet kaum größer sein als bei Wirtschaftswissenschaftlern. Die folgende Liste gibt Ihnen einen groben Überblick über die Themenfelder.

Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler #1: Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung

Buchungssätze, Doppelte Buchführung, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Jahresbilanz, Konzernbilanz: Obwohl das Rechnungswesen seit jeher zu den klassischen BWL-Disziplinen gehört, ist der Bereich unter Wirtschaftswissenschaftlern beileibe nicht der gefragteste. Daraus können sich allerdings Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler ergeben, die zu denjenigen gehören, die sich für Buchführung und Bilanzierung begeistern können.

Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler Rechnungswesen

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Anforderungen im Rechnungswesen

Viele Stellen im Bereich Rechnungswesen sind in der Finanzbranche zu finden. Weist ihr Studium eine Vertiefung in den Bereichen Bankwesen und Finanzmanagement auf, ist das deshalb sicher kein Nachteil. Gute Noten in Buchführung oder Kosten- und Leistungsrechnung sind für potenzielle Arbeitgeber ebenso ein Beleg für Ihr Interesse am Rechnungswesen. Da Sie in Ihrem Beruf häufig mit Informations- und Kommunikationstechnologie zu tun haben werden, sollten Sie über IT-Kenntnisse verfügen. Das Sammeln von unternehmensbasierten Kennzahlen allein ist nicht Ihre Aufgabe. Vor allem Controller müssen gegebene Daten auswerten und aus ihnen Rückschlüsse für die strategische Planung ziehen können. Dafür sind analytische Fähigkeiten vonnöten. Um ein Unternehmen zum Erfolg zu führen, ist zudem die Kommunikation zwischen den verschiedenen Bereichen wichtig. Da andere Ihre aus Zahlen gewonnenen Erkenntnisse letztlich umsetzen müssen, bedarf es einer guten Überzeugungsfähigkeit Ihrerseits.

Stellenangebote im Rechnungswesen

Zwar ist die Finanzbranche sicher eine gute, wenn nicht die beste, Anlaufstelle für Jobangebote im Rechnungswesen, aber sicherlich nicht die einzige. Letztlich braucht mindestens jedes mittelständische Unternehmen eine funktionierende, eigenständig agierende Buchhaltungs-Abteilung, was den Arbeitsmarkt umso vielfältiger macht. Ihre Aufgaben müssen sich aber nicht an das betriebsinterne Rechnungswesen orientieren. Viele Unternehmen, vor allem kleinere, lagern ihre Angelegenheiten im Rechnungswesen aus. Daraus ergeben sich auch Stellen im Dienstleistungsbereich, beispielweise in der Unternehmensberatung.

Gehalt im Rechnungswesen

Eine Karriere im Rechungswesen kann sich lohnen. Im Bundesdurchschnitt verdienen Arbeitnehmer im Rechnungswesen 4.184€ brutto monatlich. Das Gehalt kann aber regional und je nach Größe des Betriebes stark schwanken. Wenig überraschend dürfte sein, dass Hessen bei den Bruttolöhnen die Nase vorn hat – immerhin befindet sich in Frankfurt am Main das Herz der Finanzbranche.

Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler #2: Marketing

Spätestens seit sich das Marketing als Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften fest etabliert hat, gehört das Klischee vom trockenen BWL-Studium der Vergangenheit an. Das Spektrum des Marketings ist breit gefächert und vor allem für kreative Absolventen eine Alternative zum Zahlen-lastigen Rechnungswesen.

Anforderungen im Marketing

Marketer übernehmen häufig redaktionelle Aufgaben, die einen sicheren Umgang mit Suchmaschinen, Webdiensten und Office-Anwendungen voraussetzen. Zudem müssen sie sich unter Umständen in Themen einarbeiten, die für sie bis dato fremd sind. Recherchierte Inhalte in ansprechender Form aufzubereiten, erfordert Einiges an Redegewandtheit und Vorstellungskraft. Selten arbeitet ein Marketer allein – bei großen Unternehmen ist das so gut wie nie der Fall. Daher sind auch Teamfähigkeit und soziale Kompetenz für eine langfristig zufriedenstellende Zusammenarbeit wichtig.

Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler Marketing

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Stellenangebote im Marketing

Event Marketing bezeichnet die zielgerichtete Planung und Gestaltung von Veranstaltungen und ist unter Alumni der Wirtschaftswissenschaften besonders gefragt. Leider sind Stellenangebote diesbezüglich rar und vorwiegend in entsprechenden Marketing-Agenturen zu finden. Mit dem Aufschwung der sozialen Medien haben sich aber auch im Marketing neue Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler ergeben. Vor allem Social Media und Content Marketing Manager sind bei Unternehmen verschiedenster Größen begehrt, da diese in der Regel auch eine Online Präsenz haben. In der jüngeren Vergangenheit stieß darüber hinaus noch das Influencer Marketing hinzu, dessen Ziel es ist, die Reichweite von Unternehmen durch Multiplikatoren und Meinungsmacher zu erhöhen.

Gehalt im Marketing

Da Marketing bei Absolventen so ein gefragtes Feld ist, müssen gerade Berufsanfänger beim Gehalt Abstriche machen. Durchschnittlich erhält ein Marketing Manager 3.188€ brutto monatlich, verglichen mit anderen Gebieten der Wirtschaftswissenschaften eher ein geringerer Lohn. Dafür sind die Stellen in Sachen Work-Life-Balance attraktiv und bieten meistens die Option auf flexible Arbeitszeiten und/oder Home-Office. Gerade das macht sie unter Generation X- und Y-Vertretern so beliebt. Wie hoch ein Gehalt im Marketing letztlich genau ausfällt, dass hängt auch maßgeblich von der Branche des Unternehmens ab, in das Sie einsteigen. Gerade bei Unternehmen aus den Bereichen Automotive, der Pharmaindustrie oder Maschinen- und Anlagenbau lassen sich oft deutlich mehr als 40.000€ Jahres-Brutto verdienen. Auch die Unternehmensgröße spielt für Marketer einer Rolle.

Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler #3: Personalwesen

War for Talents, demografische Entwicklung und ein flexibles Arbeitszeitmodell: Im Personalwesen sind spannende Entwicklungen im Gange, die auch Absolventen der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten nicht entgehen. Viele Studenten sehen im Personalwesen am ehesten die Chance, einen echten Mehrwert für das eigene Unternehmen zu schaffen. Immerhin setzt die Disziplin direkt beim wichtigsten Gut des Arbeitgebers an – dem Mitarbeiter.

Anforderungen im Personalwesen

Es existieren teilweise sehr skurrile Vorstellungen zum Anforderungsprofil eines Personalers. Das Lesen von Bewerbungen und Führen von Bewerbungs- und Mitarbeitergesprächen wird gern auf die leichte Schulter genommen. Dabei erfordern gerade diese Tätigkeiten enormes Fingerspitzengefühl. Vor allem in großen Betrieben haben HR-Manager selten Einblick in alle Abläufe des Unternehmens – da den idealen Bewerber zu finden und unter zahlreichen Einsendungen nicht die entscheidenden Nuancen zu übersehen, kann eine Herkulesaufgabe sein. Der HR-Bereich stellt häufig auch den Vermittler zwischen Führungs- und operativer Ebene dar. Deshalb sind Soft Skills so wichtig wie nirgendwo sonst. Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie ein gutes Verhandlungsgeschick sind von großer Bedeutung. Da das Human Ressource Management auch die Aus- und Weiterbildung verantwortet und dafür Sorge trägt, dass Personal möglichst effizient genutzt wird, sind planerisches Denken und Analytik gefragt. Kenntnisse im Arbeitsrecht sind für die Schließung von Arbeitsverträgen ebenso wichtig.

Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler Personalwesen

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Stellenangebote im Personalwesen

In kleinen Unternehmen ist HRM wenig bis gar nicht umgesetzt, deshalb finden Sie Positionen im Personalwesen vorwiegend in Großbetrieben und im Mittelstand aller Branchen. Die Aufgaben und die sich daraus ergebenden Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler sind dabei vielschichtig. Sie reichen vom Sachbearbeiter für Lohn- und Gehaltsabrechnung, über den betriebsinternen Personalreferenten bis hin zum Dienstleistungsbereich, beispielsweise der Arbeitnehmerüberlassung.

Gehalt im Personalwesen

Im Personalwesen hängt das Gehalt streng vom jeweiligen Aufgaben- und Verantwortungsbereich ab. Wer häufig befördert wird, verdient auch deutlich mehr – hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aber ein wesentlich höheres Arbeitspensum. Im bundesweiten Mittel verdienen Angestellte im Personalwesen 3.323€ brutto monatlich. Ein Masterabschluss kann sich besonders positiv auf das Gehalt auswirken. Liegt das durchschnittliche Jahres-Brutto bei Bachelor-Absolventen noch bei 36.000€, erzielen Personaler mit Master bis zu 43.000€ jährlich.

Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler #4: Logistik

Einkaufs- und Absatzpreise diverser Güter unterliegen oft starken Schwankungen. Gutes Timing und umsichtiges Verhandeln können den Betrieben deshalb echtes Geld sparen –was Mitarbeiter des Ein- und Verkaufs zu wichtigen Stützen eines wirtschaftlichen Unternehmens macht. Nicht zuletzt deshalb sind Stellen im Logistik-Bereich besonders lukrative Arbeitsplätze.

Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler Logistik

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Anforderungen in der Logistik

Für Mitarbeiter im Einkauf und Vertrieb sind in erster Linie Sprachkenntnisse enorm gefragt. Nur wer Englisch verhandlungssicher beherrscht, hat wirklich gute Chancen bei der Bewerbung. Idealerweise beherrschen Sie noch eine weitere Fremdsprache – je mehr desto besser. Selbst wenn ein Unternehmen seine Waren nicht global vertreibt, könnte zumindest die Ressourcenbeschaffung auf Internationen Märkten vonstattengehen. Für die effiziente Einfuhr von Fertigungsmaterial sind allerhand Variablen zu berücksichtigen, zum Beispiel Lagerkapazitäten und Anfahrtswege. Aus diesem Grund ist kalkulatorisches Können wichtig. Eine selbstständige Arbeitsweise, aber auch Teamfähigkeit und Kundenorientierung sind essentielle Soft Skills in der Materialwirtschaft. Logistiker müssen außerdem über Branchenkenntnis verfügen. Welche Anbieter haben das geforderte Rohmaterial im Sortiment? Sind künftig Lieferengpässe oder Preissteigerungen zu erwarten? Kann das eigene Unternehmen von Lieferrabatten oder Skonti profitieren? Alles Fragen, die gerade Berufseinsteiger selten beantworten können. Aus diesem Grund erhöhen vor allem Praktika oder eine vorangegangene Berufsausbildung, beispielsweise als Industriekaufmann/-Kauffrau, die Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler nach dem Studium enorm. Das gilt letztlich für alle Bereiche – doch für die Logistik im Besonderen.

Stellenangebote in der Logistik

Stellen in der Logistik finden sich vorwiegend im sekundären Sektor. Zwar gibt es den Vertrieb auch im Dienstleistungsbereich, dieser hat aber eher etwas mit Kundenbetreuung und wenig mit der Kerndisziplin der Logistik – der Materialwirtschaft – zu tun. Im produzierenden Gewerbe sind im Grunde alle Branchen auf Beschaffungs- und Absatzmärkten aktiv. Die Folge sind vielfältige Jobchancen für Wirtschaftswissenschaftler, die sich nicht nur auf Großkonzerne beschränken. Auch mittelständische und kleinere Unternehmen betreiben häufig eine eigenständig agierende Abteilung für Einkauf und Vertrieb.

Gehalt in der Logistik

Der Logistik-Bereich regelt das Ressourcen-Management des Unternehmens. Wird Rohmaterial nicht rechtzeitig beschafft, kommt die Fertigung zum Erliegen. Auf Absatzmarkt-Seite drohen Lagerengpässe und Umsatzausfälle, wenn Fertigerzeugnisse nicht verkauft werden. Es wäre daher nicht übertrieben, zu behaupten, dass die Logistik ein Unternehmen am Laufen hält und Mitarbeiter dieses Bereiches Einiges an Verantwortung tragen. Diese Verantwortung wirkt sich natürlich positiv auf die Gehaltsabrechnung aus. Das durchschnittliche Monatsgehalt beträgt 3.556€. Gerade wer beim Vorstellungsgespräch auf Praktika, Weiterbildungen und Werksstudententätigkeiten verweisen kann, hat bei der Gehaltsverhandlung gute Argumente. Allerdings hat die Größe des Unternehmens einen sehr starken Einfluss auf das Gehalt – im Mittel zahlt ein Arbeitgeber mit mehr als 1.000 Beschäftigten bis zu 6.000€ jährlich mehr.

Tipps für die Bewerbung von Wirtschaftswissenschaftlern

Sind die eigenen Ziele abgesteckt und die attraktivsten Stellenangebote recherchiert, geht es an die Bewerbung. Dabei kann man bekanntermaßen Einiges falsch machen. Deshalb sollten Sie folgende Dinge beherzigen, wenn Ihre Bewerbung die Aufmerksamkeit des Personalers auf sich ziehen soll.

Gestalten Sie ein Deckblatt

Dass Ihre Bewerbung allein durch ihren Inhalt zu Überzeigen weiß, ist höchstwahrscheinlich ein Irrtum. Natürlich sollte dieser beim Adressaten im Vordergrund stehen, ein ansprechender Aufbau motiviert den Personalreferenten aber erst zum Lesen und ist daher ebenso wichtig.

Um das volle Potenzial Ihres Bewerbungsschreibens ausschöpfen zu können, sollten Sie daher die Gestaltung eines Deckblattes in Betracht ziehen. Formell ist dies kein Muss, es verschafft dem Leser aber einen ersten Eindruck von Ihnen und hilft, Kernbotschaften noch vor dem Anschreiben zum Ausdruck zu bringen.

Ihr Bewerbungsanschreiben sollte Sie aus der Masse hervorheben

Im Gegensatz zum Deckblatt ist das Bewerbungsanschreiben fester Bestandteil einer vollständigen Bewerbung. Ziel des Anschreibens ist es, Sie aus der breiten Masse an Bewerbern besonders hervorstechen zu lassen. Dafür dürfen Sie keinem standardisierten Skript folgen, indem Sie nichtsagende Floskeln verwenden. Jede Bewerbung erfordert aufs Neue eine Auseinandersetzung mit dem Unternehmen, den gestellten Aufgaben und sich selbst. Teilen Sie bereits gewonnene Erfahrungen und Eindrücke mit und stellen Sie klar, warum Sie für die jeweilige Position am besten geeignet sind.

Besonderes Hervorstechen kann nicht nur im positiven Sinne geschehen! Gerade das Anschreiben unterliegt einem strikten Aufbau, beispielsweise die Nennung der eigenen Adressdaten und der des Empfängers oder die Länge, die sich auf eine DIN-A4-Seite beschränkt. Fauxpas bei der Struktur Ihres Anschreibens lassen Sie vermutlich direkt aus der Runde der für den Arbeitgeber interessanten Kandidaten ausscheiden.

Vermeiden Sie Fehler beim Lebenslauf

Vier Monate „arbeitslos“, eine nicht näher dokumentierte Lücke, den Werdegang chronologisch aufgelistet – beginnend bei der Grundschule. Haarsträubende Fehler im Lebenslauf gibt es viele.
Im Lebenslauf sind neben den persönlichen Daten alle wesentlichen Aufgaben, Leistungen und Erfolge dokumentiert. Das Stichwort hierbei lautet: „wesentlich“. Ein Seminar, das zehn Jahre zurückliegt und sich nicht auf die Stelle bezieht, auf die Sie sich bewerben, brauchen Sie ebenso wenig zu erwähnen wie den Standort Ihrer Grundschule. Gleichzeitig wird den aktuellsten Stationen immer die größte Bedeutung beigemessen – darum erfolgt die Auflistung in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Ihr Lebenslauf sollte zudem keinerlei Lücken aufweisen.

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Bereiten Sie ein Vorstellungsgespräch ausreichend vor

Hat Ihre Bewerbung einen guten Eindruck beim potenziellen Arbeitgeber hinterlassen, werden Sie höchstwahrscheinlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
Damit Ihre Bewerbung letztlich Erfolg hat, ist eine gute Vorbereitung auf dieses Gespräch extrem wichtig. Klären Sie zuvor unbedingt alle organisatorischen Dinge ab. Das betrifft vor allem Ort und Zeit, aber auch Anfahrtswege und eventuell entstehende Fahrtkosten.

Sofern nicht längst geschehen, schließlich haben Sie sich ja bewusst für eine Bewerbung beim jeweiligen Unternehmen entschieden, sollten Sie möglichst viele relevante Informationen über den Betrieb in Erfahrung bringen. In welchem Tätigkeitsfeld bewegt sich der Arbeitgeber? Wem obliegt die Geschäftsleitung? Wie ist seine Marktposition einzuordnen und welche Mitbewerber gibt es? Auch mit Branchenwissen können Sie Ihre Expertise demonstrieren und sich gegenüber anderen Kandidaten hervortun.

Neben Fragen, die Ihnen gestellt werden könnten, sollten Sie sich auch Dinge überlegen, die Sie gerne während des Gesprächs erfahren würden. An dieser Stelle keine eigenen Punkte parat zu haben, lässt Sie desinteressiert erscheinen. Außerdem sollten Sie das Vorstellungsgespräch weniger als ein Verhör zu Ihren Fähigkeiten sehen – betrachten Sie es als Chance, das Unternehmen näher kennenzulernen. Das Vonstattengehen der Einarbeitungsphase, mögliche Weiterbildungsmaßnahmen oder das Arbeitszeitmodell sind Dinge, die Sie thematisieren könnten.

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Vielen Dank für die Bilder!
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Über den Autor

Alexander Reschke ist ein renommierter Bewerbungstrainer, Gründer von Bewerbungstraining.de und Autor des erfolgreichen Bewerbungs-Ratgebers "Geheime Strategien erfolgreicher Bewerber". Seine Passion ist es, Bewerber auf ihrem Weg zum Job tatkräftig zu unterstützen. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit Reisen durch die sonnigen Teile dieser Welt und Kartsport.